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Historischer Überblick


historie1920er: Menschen aller Gesellschafts- und Bildungsschichten emigrieren aus Amerika und Europa - darunter auch Österreicher/innen - in die noch junge Sowjetunion (UdSSR), um sich dort aktiv am Aufbau eines kommunistischen Vorzeigestaates mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft zu beteiligen.

1934: Nach dem Bürgerkrieg in Österreich fliehen viele verfolgte Mitglieder des Republikanischen Schutzbundes mit ihren Frauen und Kindern in die noch gastfreundliche Sowjetunion.

1937: „Der große Terror“ oder „Jeschowtschina“, Stalins „politische Säuberung“mit Hinrichtungen und Inhaftierungen (Gulag), beginnt. Die sog. „deutsche Operation“ richtet sich nicht nur gegen Sowjetbürger/innen bzw. Emigranten/innen österreichischer und deutscher Herkunft, sondern gegen jeden, der nur irgendwie Kontakt zu Deutschsprachigen hatte - unter den Opfern befinden sich viele Frauen.

1939: Der Hitler-Stalin-Pakt bringt neue Gefahren – einige Frauen deutscher bzw. österreichischer Abstammung kommen direkt aus dem Gulag in ein KZ Nazi-Deutschlands.

1941: Nach dem Angriff Hitlers auf die Sowjetunion werden fast alle deutschsprachigen Emigrantinnen in Zwangsarbeitslager, Straflager oder in die Verbannung geschickt.

1945: Nach dem zweiten Weltkrieg werden unzählige österreichische bzw. deutsche Frauen verschleppt und landen sozusagen als „lebende Reparationszahlungen“ in sowjetischen Arbeitslagern. Wobei es die in Südosteuropa (Ungarn, Rumänien) beheimateten deutschsprachigen Frauen zuerst trifft.

historie_21945-55: Vor allem in der russischen Besatzungszone lebende Frauen (z.B. in Niederösterreich) kommen nicht selten wegen Spionageverdachts in die Mühlen der sowjetischen Gerichtsbarkeit, um dann in Schauprozessen willkürlich verurteilt zu werden.

Unzählige werden sofort hingerichtet, ein Teil kehrt bis 1955 krank und traumatisiert vom sowjetischen Gulag zurück, nicht wenige aber bleiben wegen ungeklärter Staatsbürgerschaft für immer in der Sowjetunion.

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© "Verlorene Leben - Österreicherinnen im sowjetischen Gulag" / Produktion West

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